- pubspec, Paket-Imports, App-Klasse, ARB-Titel, iOS/Android-Konfiguration - README und Doku auf neuen Namen und Repo leafittome umgestellt Co-Authored-By: Claude Fable 5 <noreply@anthropic.com>
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Git-Hosting: Forgejo über Coolify auf dem Hetzner-VPS
Forgejo ist ein leichtgewichtiger, quelloffener Git-Server mit Web-Oberfläche (Fork von Gitea) — wie ein privates GitHub auf deinem Server. Coolify ist eine selbst gehostete Deployment-Plattform: Dienste wie Forgejo werden per Vorlage angelegt, Coolify kümmert sich um Docker, Reverse-Proxy, HTTPS-Zertifikate und Backups — statt handgepflegter docker-compose.yml-Dateien.
Da der Server öffentlich im Internet steht, gehört die Absicherung fest zur Einrichtung — sie ist in jedem Schritt mit eingebaut, plus eine Checkliste am Ende.
0. Voraussetzungen
- Hetzner-VPS mit Ubuntu/Debian, Root- bzw. sudo-Zugang per SSH
- Eine Domain, deren DNS du verwalten kannst. Lege zwei A-Records auf die VPS-IP an:
coolify.deine-domain.de→ Coolify-Dashboardgit.deine-domain.de→ Forgejo
- Mindestens ~2 GB RAM frei (Coolify selbst braucht ~1 GB; Forgejo ist genügsam)
1. Server-Grundabsicherung (vor allem anderen)
SSH härten — Anmeldung nur per Schlüssel, nie per Passwort:
# Auf dem Mac: öffentlichen Schlüssel anzeigen (falls keiner existiert: ssh-keygen -t ed25519)
cat ~/.ssh/id_ed25519.pub
# Auf dem VPS in ~/.ssh/authorized_keys eintragen (falls noch nicht geschehen)
Dann auf dem VPS in /etc/ssh/sshd_config prüfen/setzen und sudo systemctl restart ssh:
PasswordAuthentication no
PermitRootLogin prohibit-password
Wichtig: Teste in einem zweiten Terminal, dass der SSH-Login noch funktioniert, bevor du das erste schließt.
Firewall — am einfachsten die Hetzner Cloud Firewall (Cloud Console → Firewalls), sie greift schon vor dem Server. Eingehend nur:
| Port | Protokoll | Zweck |
|---|---|---|
| 22 | TCP | SSH zum Server (Administration) |
| 80 | TCP | HTTP (nur für Let's-Encrypt-Zertifikate und Umleitung auf HTTPS) |
| 443 | TCP | HTTPS (Coolify-Proxy: alle Web-Oberflächen) |
| 2222 | TCP | Optional: Git-SSH zu Forgejo — nur nötig, wenn du Variante B in Schritt 5 nutzt |
Alles andere bleibt zu — insbesondere 8000 (Coolify-Dashboard, siehe Schritt 2) und 3000 (Forgejo-Weboberfläche; sie läuft nur intern hinter dem Proxy). Alternativ ohne Cloud Firewall: ufw mit genau diesen Regeln (ufw allow 22,80,443/tcp && ufw enable).
Updates automatisieren:
sudo apt install unattended-upgrades && sudo dpkg-reconfigure -plow unattended-upgrades
2. Coolify installieren und absichern
Falls Coolify noch nicht läuft:
curl -fsSL https://cdn.coollabs.io/coolify/install.sh | sudo bash
Direkt nach der Installation ist das Dashboard unter http://<vps-ip>:8000 erreichbar — öffne es sofort und lege den Admin-Account an (wer zuerst kommt, ist Admin!). Falls Port 8000 durch die Firewall aus Schritt 1 schon zu ist: Port kurz für deine eigene IP freigeben, Account anlegen, wieder schließen.
Dann absichern:
- Eigene Domain fürs Dashboard: In Coolify → Settings → Instance Domain →
https://coolify.deine-domain.deeintragen. Coolify holt automatisch ein Let's-Encrypt-Zertifikat; das Dashboard läuft ab dann verschlüsselt über Port 443. - Port 8000 endgültig schließen (Firewall-Regel entfernen bzw. gar nicht erst anlegen).
- Registrierung deaktivieren: Settings → „Registration Enabled" ausschalten — sonst kann sich jeder im Internet einen Account auf deinem Coolify anlegen.
- Zwei-Faktor-Authentifizierung für deinen Account aktivieren (Profil → Two-factor Authentication).
3. Forgejo als Coolify-Service anlegen
- In Coolify: Projects → dein Projekt → + New → Service → in der Vorlagen-Liste Forgejo wählen (Variante mit SQLite reicht für einen Einzelnutzer völlig; Postgres wäre Overkill).
- Im Service unter Domains für den Web-Container
https://git.deine-domain.deeintragen → HTTPS-Zertifikat kommt automatisch. - Umgebungsvariablen (Environment Variables) des Forgejo-Containers ergänzen — so ist Forgejo schon beim ersten Start korrekt konfiguriert:
FORGEJO__service__DISABLE_REGISTRATION=true # niemand außer dir kann Accounts anlegen
FORGEJO__server__DOMAIN=git.deine-domain.de
FORGEJO__server__ROOT_URL=https://git.deine-domain.de/
Hinweis Git-SSH: Die Service-Vorlage bietet kein Port-Mapping in der UI an. Das ist okay — wir pushen standardmäßig über HTTPS (Schritt 5, Variante A), dafür braucht es keinen zusätzlichen Port. Wer trotzdem SSH will: Variante B in Schritt 5.
- Deploy klicken. Danach
https://git.deine-domain.deöffnen und die Ersteinrichtung durchgehen:- Datenbanktyp SQLite3, Pfad:
/data/gitea/gitea.db(muss unter/dataliegen — das ist das persistente Volume; Forgejo nutzt intern noch Gitea-Ordnernamen, das ist normal). - Server-Domain und Root-URL sind durch die Umgebungsvariablen schon korrekt vorausgefüllt.
- Admin-Konto anlegen.
- Datenbanktyp SQLite3, Pfad:
4. Forgejo absichern
- 2FA aktivieren: Einstellungen → Sicherheit → Zwei-Faktor-Authentifizierung (z. B. mit derselben Authenticator-App wie für Coolify).
- Kontrolle Registrierung: Site Administration → Configuration — „Registrierung deaktiviert" muss aktiv sein (kommt aus der Umgebungsvariable).
- Da Forgejo nur über den Coolify-Proxy (HTTPS) erreichbar ist (Git-SSH auf Port 2222 nur, falls du Variante B nutzt), ist die Angriffsfläche klein: kein offenes Web-Registrierungsformular, keine Passwort-Logins über SSH.
5. Repository anlegen und LeafItToMe pushen
In der Web-UI Neues Repository → Name leafittome → ohne README/Lizenz initialisieren (das Repo existiert lokal schon).
Variante A: HTTPS mit Zugriffs-Token (empfohlen — kein extra Port nötig)
- In Forgejo: Einstellungen → Anwendungen → Zugriffstoken verwalten → Token erzeugen (Berechtigung repository: Lesen und Schreiben). Das Token wird einmalig angezeigt — direkt kopieren.
- Auf dem Mac:
cd ~/Documents/Projekte/Planty
git remote add origin https://git.deine-domain.de/<dein-nutzer>/leafittome.git
git push -u origin main
- Beim ersten Push fragt Git nach Zugangsdaten: Benutzername = dein Forgejo-Nutzer, Passwort = das Token (nicht dein Login-Passwort). macOS speichert es im Schlüsselbund — danach wirst du nie wieder gefragt.
Variante B: Git-SSH (nur wenn gewünscht)
Die Forgejo-Vorlage hat kein Port-Mapping in der Coolify-UI, aber jede Service-Vorlage ist eine bearbeitbare Docker-Compose-Datei: Im Service „Edit Compose File" öffnen und beim Forgejo-Container ergänzen:
ports:
- "2222:22"
Zusätzlich als Umgebungsvariablen FORGEJO__server__SSH_DOMAIN=git.deine-domain.de und FORGEJO__server__SSH_PORT=2222 setzen (für korrekte Clone-URLs), Port 2222 in der Hetzner-Firewall öffnen, Service neu deployen. Dann in Forgejo unter Einstellungen → SSH/GPG-Schlüssel den Inhalt von ~/.ssh/id_ed25519.pub hinterlegen und als Remote nutzen:
git remote add origin ssh://git@git.deine-domain.de:2222/<dein-nutzer>/leafittome.git
Ab dann genügt nach jedem Arbeitsstand ein git push. Test: Die Dateien erscheinen unter https://git.deine-domain.de/<dein-nutzer>/leafittome.
6. Backups
Zwei Ebenen, beide einrichten:
- Hetzner-Snapshots/Backups: In der Hetzner Cloud Console automatische Server-Backups aktivieren (kostet ~20 % des Serverpreises, sichert den ganzen Server inkl. Coolify und aller Dienste).
- Forgejo-Daten gezielt: Die Forgejo-Daten liegen in einem Docker-Volume (in Coolify unter Storages des Services einsehbar). Nimm dieses Verzeichnis in dein bestehendes Backup auf dem VPS auf, falls du dort schon etwas wie restic/borg nutzt.
Zusammen mit dem lokalen Klon auf deinem Mac existieren damit immer mindestens drei Stände des Codes.
7. Aktuell halten
- Coolify: zeigt verfügbare Updates im Dashboard an → einspielen.
- Forgejo: im Service das Image-Tag aktualisieren (bzw. Pull latest image + Redeploy). Forgejo veröffentlicht Sicherheits-Releases; einmal im Monat nachschauen genügt.
- Betriebssystem: erledigt
unattended-upgradesaus Schritt 1.
Sicherheits-Checkliste (zum Abhaken)
- SSH: nur Schlüssel-Login, kein Passwort-Login, Root-Login nur mit Schlüssel
- Firewall aktiv: nur 22, 80, 443 offen (2222 nur bei Git-SSH-Variante B) — 8000 und 3000 zu
- Forgejo-Zugriffstoken sicher verwahrt (macOS-Schlüsselbund), nicht in Dateien/Notizen
- Coolify: eigene HTTPS-Domain, Registrierung aus, 2FA aktiv
- Forgejo: Registrierung aus, 2FA für Admin aktiv, nur hinter HTTPS erreichbar
- Automatische Betriebssystem-Updates aktiv
- Hetzner-Backups oder Snapshots aktiv
- SSH-Login vom Mac auf Server und
git pusheinmal erfolgreich getestet